E-Commerce-Trends für 2022: Ein Ausblick

Im letzten Artikel haben wir bereits die wichtigsten Learnings aus dem Jahr 2021 zusammengefasst (zum Artikel geht es hier). Doch die Branche entwickelt sich stetig weiter und ist von Innovationen geprägt. Genau das macht den E-Commerce auch so spannend.

In diesem Artikel geben wir einen Ausblick auf die 5 wichtigsten Trends der nahen Zukunft.

1. Automatisierungen im E-Commerce

Automatisierung ist eines der wichtigsten Themen im gesamten Online-Handel und umfasst viele verschiedene Aspekte. Diese Entwicklung ist noch lange nicht abgeschlossen: Die Möglichkeiten, Prozesse zu automatisieren werden weiter zunehmen.

Deshalb ist es bereits jetzt entscheidend, die richtige Software für Automatisierung zu besitzen. Manuelle, sich wiederholende Tätigkeiten sollten zwingend abgeschafft werden, um Ressourcen zu sparen. Beispiele für Bereiche, die automatisiert werden sollten, sind folgende:

  • Marketing (z. B. automatisierter Sales Funnel)
  • Supply Chain Management (z. B. automatische Nachbestellungen)
  • Lagerhaltung (z. B. effiziente Robotik)

Durch die Entwicklung neuer Technologie werden immer neue Chancen zur Automatisierung entstehen. Deren Verwendung wird unverzichtbar für effiziente Ressourcennutzung und entscheidend im Wettbewerb mit der Konkurrenz sein.

2. „Mobile First“ wird noch wichtiger

Dass mobile Versionen – vor allem für das Smartphone – immer wichtiger werden, ist vor allem im B2C-Bereich bekannt. Die Optimierung für das Smartphone bezieht Google inzwischen sogar stark in sein Ranking ein.

Der B2B-Bereich ist dagegen noch stärker auf die Desktop-Versionen fokussiert. Doch auch hier geht der Trend in die gleiche Richtung: Für das Jahr 2022 wird prognostiziert, dass 45 % aller geschäftlichen Entscheidungen am Smartphone getroffen werden.

Mobil-Versionen sollten entsprechend unbedingt priorisiert werden, damit der Anschluss gehalten werden kann.

3. Von Bildern zu Videos und AR

Immer mehr Onlinekunden schauen beim Shoppen lieber Produktvideos, statt Beschreibungen zu lesen – genau genommen sind es 60 %! Diese Entwicklung wird nicht zuletzt durch Social Media vorangetrieben: Videoinhalte werden in den Algorithmen klar bevorzugt, weshalb Kunden an Videos gewöhnt werden.

Somit sind Videoinhalte unerlässlich für eine Marketingstrategie, wenn man im Jahr 2022 weiterhin erfolgreich Online-Handel betreiben will. Der Goldstandard sind hierbei vor allem interaktive Elemente. Sie können einen der größten Nachteile beim Online-Shopping abschwächen: nämlich, dass die Produkte nicht angefasst werden können, wodurch Zweifel am Kauf bestehen bleiben.

Die Augmented-Reality-Technologie kann dazu beitragen, dass Kunden einen besseren Eindruck vom Produkt erhalten. Durch AR können Artikel in räumlicher Umgebung platziert werden, wodurch die Kaufentscheidung deutlich erleichtert wird. Ein Beispiel dafür sind Möbel, die interaktiv im eigenen Wohnzimmer betrachtet werden können.

4. KI und Chatbots

Nutzer wollen immer schneller ans Ziel kommen und werden immer ungeduldiger. Chatbots können hier wesentlich zur Zufriedenheit der Kunden beitragen. Die Technologie ist bereits bekannt und wird häufig genutzt. Doch auch die Entwicklung von Chatbots ist noch nicht abgeschlossen. Durch künstliche Intelligenz (KI) können immer mehr Aufgaben von Chatbots übernommen werden.

Die Verwendung hat letztlich zwei große Vorteile: Ressourcen für menschlichen Kundensupport werden gespart und Kunden sind durch schnelle Antworten zufriedener.

5. Versand & Fulfillment

Im Bereich Versand und Fulfillment zeichnet sich vor allem ein Trend ab: Outsourcing. Dieser Teil des E-Commerce erfordert optimierte Strukturen und somit viele Ressourcen, die Fulfillment-Dienstleister bereits haben.

Deshalb ist es nicht verwunderlich, dass die Zahl der Fulfillment-Zentren weltweit immer weiter steigt. Da die Dienstleister nach maximaler Effizienz streben, werden die Zentren immer moderner und automatisierter.

Dadurch können schnellere Lieferzeiten in einem harten Wettbewerb um Versandzeiten erreicht werden. Mit dem richtigen Dienstleister kann somit nicht nur Aufwand reduziert, sondern ein klarer Wettbewerbsvorteil generiert werden.

Fazit

Die Entwicklung in der schnelllebigen E-Commerce-Branche bleibt weiter spannend. Neben den vorgestellten Trends werden vermutlich noch weitere entstehen, die aktuell nicht absehbar sind. Wichtig sind deshalb vor allem Flexibilität im Umgang mit neuen Situationen und verlässliche Partner.